Historie des Fiat Topolino
Die Entstehung des Fiat Topolino – Die Geschichte eines kleinen Wunders
Als sich in den frühen 1930er-Jahren Europa veränderte und die Mobilität für breite Bevölkerungsschichten immer wichtiger wurde, stand auch Fiat vor einer grossen Aufgabe: ein Auto zu entwickeln, das günstig, zuverlässig und für möglichst viele Menschen erschwinglich war.
Für dieses ambitionierte Projekt berief Fiat einen damals noch jungen, aber aussergewöhnlich begabten Ingenieur: Dante Giacosa. Giacosa hatte sich bereits im Unternehmen einen Namen gemacht – nicht durch grosse Titel, sondern durch seine Fähigkeit, praktische Lösungen mit cleverer Ingenieurskunst zu verbinden. Sein Denken war modern: leicht bauen, einfach konstruieren, aber dennoch ein Auto schaffen, das „Charme und Charakter“ besitzt.
Der Weg zum kleinen Wunder
Als Giacosa 1934 den Auftrag für das neue Volksauto erhielt, war das Budget streng begrenzt. Fiat verlangte ein vollwertiges Auto, das weniger als 5.000 Lire kosten sollte – eine Vorgabe, die viele für unmöglich hielten.
Doch Giacosa dachte anders. Er experimentierte mit neuen Ideen:
Einer innovativen Vorderachse mit Querblattfeder, die gleichzeitig als Federung und Karosserieträger diente.
Einem kompakten 569-cm³-Motor, wassergekühlt, der trotz seiner winzigen Grösse erstaunlich zuverlässig war.
Einer leichten Karosserie, die jedes unnötige Gramm mied.
Giacosa arbeitete monatelang mit einem kleinen Kernteam, oft bis spät nachts, Skizzen überarbeitend und Prototypen verbessernd. Sein Ziel war nicht nur ein billiges Auto – sondern eines, das Menschen stolz fahren würden.
Bild aus dem Buch "Dante Giacosa"
mit freundlicher Genehmigung Automobilia srl, Milano